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Mehr SCB für unser Land!

«Wär nid gumpet isch ke Bärner, …»

Diese Choreographie der Fans verkörpert sehr viel rund um den Schlittschuhclub Bern. Wer «gumpet» und vor allem für wen? Im heimischen Stadion, oftmals auch «Tempel» genannt, kamen während dieser Saison im Schnitt 16 399 Zuschauer ans Spiel. Das ist nach wie vor europaweiter Rekord oder mit andern Worten:

Hätte die nordamerikanische Profiliga NHL wieder einmal den Spielbetrieb aufgrund von Lohnstreitigkeiten eingestellt, hätte der SCB am meisten Eishockeyzuschauer begrüssen können – weltweit!

Fast logisch, dass nach dem letzten Finalspiel noch über 7000 Fans ihre Helden im Tempel erwartet haben. Das sind wohl mehr Zuschauer, als in Zug am Match anwesend waren. Und am Samstag marschierten nochmals über 20 000 begeisterte SCB-Anhänger am Meisterumzug durch die Stadt Bern. In der Schweiz, in Europa und selbst gestandene NHL-Profis wie John Tavares oder auch dem arrivierten Meistertrainer Kari Jalonen, fehlen ob dieser Begeisterung für den SCB oftmals die Worte.

Dieser unbedingte Siegeswille, das verkörperte Selbstvertrauen sowie die absolute Professionalität des SCB tun nicht nur unserem Kanton Bern, sondern der ganzen Schweiz gut. Es sind Tugenden, die für Schweizer Verhältnisse nicht unbedingt normal sind. Kommen dann noch Lautstärke, Begeisterung und gelegentlich Dominanz hinzu, verlassen wir hiesige Grundwerte definitiv. Ist das schlecht? Nein, im Gegenteil. Wir «gumpen» gerne für Erfolge, Begeisterung, internationale Spitzenwerte und Professionalität – auf und vor allem auch neben dem Eis.

#bärnrockt